Schreiben und damit Geld verdienen, traust du dir das zu?

Du bist Mama und du schreibst. Es macht dir große Freude, Geschichten zu erfinden, deine Figuren zu entwickeln und sie niederzuschreiben. Kurzum: Das Schreiben macht dich glücklich.

Vielleicht reicht dir das. Du bist zufrieden damit, deine Geschichten zu spinnen und sie zu Papier zu bringen. Das Schreiben nimmst du als Ausgleich wahr, als Hobby, und ohne den Anspruch, durch selbiges jemals ein Einkommen zu erzielen.

Manchmal pikst es dich dann doch. Dieses kleine Stimmchen.

Du kennst sie? Diese winzige, schüchterne Stimme, die sich ab und an mal aus dir heraus traut und fragt: „Kann ich eigentlich auch schreibend mein Geld verdienen?“.

Meistens ist es nicht weit her mit dem Gewicht, das diese Stimme hat. Die Unsicherheit, Vorurteile, die sich ihr bereits beim Gedanken daran entgegenstellen und häufig auch das alltägliche Chaos, nehmen den Besen in die Hand, kehren die Frage des Stimmchens zusammen und scheuchen es zurück in die Wunschkammer deines Herzens.

Dieser Artikel auf dem SchreibLeben Blog widme ich heute diesem kleinen Stimmchen. Damit es Gehör findet und sich durchsetzen kann gegen die Unsicherheit, die Vorurteile und das alltägliche Chaos.

Was musst du tun, um schreibend dein Geld zu verdienen?

Bezwing‘ deine Unsicherheit!

Das „Ja, aber …“, „Ich weiß nicht, wie …“ und „Ich bin mir nicht sicher, ob …“ ist alles Ausdruck deiner Verunsicherung. Und dieser liegt oft die Angst zu Grunde, etwas falsch oder nicht gut genug zu machen. Deine Unsicherheit kann einpacken, wenn du aufhörst, aus Dingen Probleme zu machen, die in Wirklichkeit keine Probleme, sondern mangelnde Erfahrung sind.

Du weißt nicht, wie du ein Anschreiben inkl. Exposé an einen Verlag oder eine Literaturagentur formuliert? Lerne es.

Du weißt nicht, wie man ein eBook formatiert, ein Cover selbst designt oder einkauft und beides bei einem Distributor hochlädt? Auch das lässt sich in Erfahrung bringen.

Dies sind nur zwei Punkte auf deiner unendlich großen, imaginären „Ja, aber …“-Liste. Schlag deiner Unsicherheit ein Schnippchen, indem du weitere Punkte notierst und sie durch Lernen und Ausprobieren Stück für Stück auseinandernimmst.

Gib Vorurteilen keine Chance!

„Der Markt ist schon so voll, da geh ich doch eh unter!“, „Niemand wird mein Geschreibsel lesen, geschweige denn dafür zahlen wollen!“, „Bestimmt wird mein Werk zerrissen und belächelt werden!“. Diese und ähnliche negativen Erwartungshaltungen helfen genau wem weiter? Richtig. Niemandem. Am wenigsten dir. Also fang gar nicht erst an, Vorurteile und schlechte Stimmung auf deine Schultern zu laden, sondern gib dir und deinen Fähigkeiten eine Chance!

Wenn du dir selbst das Versprechen gibst, so neutral wie möglich an das Thema „schreibend Geld verdienen“ heranzugehen, erlaubst du Vorurteilen gar nicht erst, Macht über deine Entscheidungen zu bekommen.

Bringe Struktur in dein Chaos!

Die Freude am Schreiben ist schnell vorbei, wenn du ständig durch deine Familie gestört wirst oder wenn unerledigte Aufgaben dich ablenken wollen. Niemand kann unter solchen Umständen produktiv und kreativ arbeiten. Also versuche gar nicht erst, als Multitaskingqueen alles unter einen Hut zu kriegen, sondern ändere deine Denkweise.

Lege fest, wann deine Schreibzeit ist und dann halte dich auch daran.

Wenn es morgens zwischen 9 und 10 ist, dann ist diese eine Stunde von nun an deine heilige Schreibstunde. Da wird kein Haushalt gemacht, da schiebst du keinen Friseurtermin rein, und auch der Einkauf findet zu dieser Zeit nicht statt. Du erteilst dir für diese eine Stunde absolutes Internetverbot und prokrastinierst auch auf anderer Ebene nicht fröhlich vor dich hin. Du schreibst. Das mag hart klingen, und ja, das ist es auch. Selbstdisziplin ist nun mal fies, aber nötig, um Herrin über das Chaos zu werden.

Zurück zu dem kleinen Stimmchen aus der Wunschkammer deines Herzens.

Wie dir sicherlich aufgefallen ist, ist das hier kein klassischer „Du musst x, y, z so machen, und dann noch das und das und dieses, damit du richtig fett Geld verdienen und vom schreiben leben kannst“-Artikel geworden. Du weißt schon, diese „Lad‘ dein eBook hoch und du bist reich!“-Artikel. Wir kennen sie alle.

Dein kleines Stimmchen interessiert sich nicht die Bohne für solche Artikel. Wieso sollte es auch?

Es ist noch vollauf damit beschäftigt, seine Lautstärke zu justieren, um sich bei dir Gehör zu verschaffen. Erst wenn du ihm Glauben schenkst, indem du es durch Disziplin unterstützt, ihm den Weg ebnest und ihm vertraust, wird es laut genug sein, damit du tatsächlich anfängst und die ersten Schritte einleitest, schreibend ein Einkommen zu erzielen.

Fängst du heute noch damit an?

Quelle Beitragsbild: Pixabay

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