Lass‘ uns mal kurz über Vereinbarkeit reden!

Schreiben macht Spaß. Es ist eine erfüllende Tätigkeit und es kann dir ein tolles Zusatzeinkommen (oder Haupteinkommen!) verschaffen.

Allerdings kann allein das Vorhaben, mit Hingabe und Freude ungestört zu schreiben, bereits für jede Menge Frust bei dir sorgen, wenn du nicht aufpasst. Und zwar auf dich.

Lass‘ uns mal über Vereinbarkeit und Zeit reden.

Als Mama hast du jeden Tag mit diesen beiden Themen zu kämpfen, und sehr wahrscheinlich stellen sich dir sofort die Nackenhaare auf, wenn dich jemand darauf anspricht. Ich mache das trotzdem. Denn mir ist es wichtig, dass du dir a) dein SchreibLeben aufbaust, und b) dabei achtsam mit dir umgehst.

Unter welchen Gesichtspunkten betrachtest du den Begriff „Zeit“? Lies hierzu meine Einschätzung und vergleiche:

Deine Arbeitszeit:

Es ist die Zeit, in der du produktiv bist und die du für das Schreiben eines Romans oder eines digitalen Produktes brauchst. Du investierst Zeit, um langfristig einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

Arbeitszeit ist der Zeitraum, in dem Produktivität stattfindet, um letztendlich ein gestecktes Ziel zu erreichen.

Deine Arbeitszeit ist kostbar. Und begrenzt, weil du Mutter bist.

Wie holst du das Beste aus deiner Arbeitszeit heraus?

Deine Familienzeit:

Die Zeit, die du mit deiner Familie verbringst. Für viele von uns ist es auch die Zeit, in der wir den Haushalt machen, kochen, putzen, uns um die Wäscheberge kümmern.

Familienzeit ist der Zeitraum, in dem Kinderspiel und oft auch Hauswirtschaft stattfinden.

Häufig ist es schwer, Allem gerecht zu werden. Wenn Haushalt und schmutzige Wäsche auf dich warten, ist das schlechte Gewissen beim Kinderspiel dein ständiger Begleiter.

Wie kannst du allen Anforderungen gerecht werden?

Deine Freizeit:

Freizeit ist die Zeit, die allein dir gehört. Sie ist bar jeglicher anderweitiger Verpflichtung, weder dein Business noch deine Kinder sind Teil dieser Zeit.

Freizeit ist dein ganz eigener Zeitraum, in dem du ausschließlich Dinge machst, die nur dich betreffen und zu deinem Wohlbefinden beitragen.

Als Mutter und Unternehmerin kommt es dir sehr wahrscheinlich so vor, als sei diese Form von Zeit auf deinem Tagesplan nicht existent. Häufig hast du genau dann dieses Gefühl, wenn sich deine Freizeit mit Elementen aus deiner Arbeitszeit oder deiner Familienzeit vermischt.

Wie soll noch Raum für persönliche Freizeit da sein?

Das Schlüsselwort zu einer besseren Vereinbarkeit von Arbeitszeit, Familienzeit und Freizeit ist Achtsamkeit.

Hier sind Anregungen und Tipps für dich, wie du mit Achtsamkeit mehr Vereinbarkeit erzielst.

Der Zeitraum für deine Arbeit:

  • Erschaffe dir einen festen Platz für deine Arbeit, der ausschließlich für diese Tätigkeit vorgesehen ist. Halte an diesem Ort deine Unterlagen bereit, statte dich mit Werkzeugen aus, die du zur Erledigung deiner Aufgaben brauchst (Beispiel: Notizblock, Stifte).
  • Halte deinen Arbeitsort sauber und frei von Elementen aus den zwei anderen Zeiträumen. Weder das zu reparierende Kinderspielzeug noch der Roman, den du schon immer lesen wolltest, haben hier etwas zu suchen.
  • Achte besonders darauf, dich während deiner Arbeitszeit nicht von Social Networks wie Facebook, Twitter oder Instagram ablenken zu lassen. Sie sind der Zeitkiller Nummer 1!
  • Gewöhne dir ein intensives, konzentriertes und gewissenhaftes Arbeiten bar jeglicher Ablenkung und Unterbrechung an. Nur so erzielst du zufriedenstellende Ergebnisse, die wenig Nachbearbeitung erfordern, sodass du Zeit sparst. Es kommt nicht darauf an, wie schnell du arbeitest, sondern wie gründlich du bist.
  • Lerne, deine Arbeitszeit mit kleinen Aufgabenpaketen zu befüllen, die du in diesem Zeitraum bewältigen kannst. Je umfangreicher die Aufgabe ist, die du dir pro Einheit „Arbeitszeit“ vornimmst, desto größer sind dein Stress und Erfolgsdruck. Ganz zu schweigen vom Frust, wenn du sie nicht erledigt bekommst, weil ein Kind krank geworden ist oder der Kindergarten mal wieder streikt.

Der Zeitraum für die Familie:

  • Wenn es Zeit für die Familie ist, dann nutze sie eben auch genau dafür. Unternehme etwas mit deinen Kindern, fahre mit ihnen in den Wald oder geh mit ihnen auf den Spielplatz.
  • Kinder spüren, ob die Mutter tatsächlich ganz bei ihnen oder mit ihren Gedanken ganz woanders ist. Versuch also nicht, deinen Kindern Aufmerksamkeit vorzugaukeln, während du innerlich Probleme aus deiner Arbeit wälzt. Kümmere dich während deiner Arbeitszeit um diese Probleme.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass kleinere Kinder auch mal „loslassen“ ist größer, wenn du dich für einige Zeit intensiv mit ihnen beschäftigst (z.B. Geschichten vorlesen), dich dann aber konsequent aus dem Geschehen zurück ziehst. Anfangs wird dagegen protestiert werden, später akzeptieren sie es und lernen, ein Stück weit sich selbst zu beschäftigen, sodass du tatsächlich mal den Haushalt machen kannst.
  • Dinge aus der Arbeitszeit und aus deiner persönlichen Freizeit haben in der Familienzeit nichts zu suchen. Du stresst dich in beiden Fällen nur unnötig, wenn du versuchst Aufgaben zu erledigen (oder ein Buch zu lesen), dabei aber alle paar Minuten mit „Mamaaaa!“ herausgerissen wirst.
  • Lerne, „Fünfe gerade sein zu lassen“. Mit Kindern kannst du nicht das Alles schaffen, was du zuvor geschafft hast. Du kannst zum Beispiel die Fenster in größeren Zeitabständen putzen als früher.

Der Zeitraum für dich:

  • Definiere deine Freizeit! Was ist beinhaltet diese? Lesen, schlafen, träumen? Oder brauchst du mehr Aktivität?
  • Schreib auf, was dir persönlich gut tut und überlege, wie du das in deinem Alltag umgesetzt bekommst. Was hilft dir sofort, Stress oder Frust abzubauen? Was davon ist unmittelbar verfügbar (Nein, keine Schokolade!)?
  • Versuche, Elemente aus deiner Freizeit zu einem festen Ritual werden zu lassen. Genieße die Vorfreude darauf und koste das Ritual aus.
  • Nimm deine Freizeit ernst, denn sie ist ganz besonders kostbar, weil du als Mutter im Regelfall extrem wenig davon hast. Steh zu deiner Freizeit und lass dir kein schlechtes Gewissen einreden, wenn du sie dir nimmst.
  • Hebel deine Freizeit nicht selbst durch Arbeit aus, nur weil sich dir die Gelegenheit bietet, noch mehr zu arbeiten! Achte auf dich und auf das Bedürfnis deines Körpers und Geistes nach Erholung. Es mag zwar verlockend erscheinen, noch ein weiteres Aufgabenpaket wegzuschaffen, wenn du dich „mal eben“ an den PC setzt, auf Dauer brennst du dich dadurch aber einfach nur aus.

Vereinbarkeit bedeutet in meinen Augen (und aus meiner Erfahrung als Zwillingsmutter) nicht, dass du versuchst, als Queen des Multitaskings Alles zeitgleich zu stemmen. Das ist absolut unmöglich, wenn du nicht irgendeine Fee im Hintergrund hast, die dir Arbeit abnimmt. Vereinbarkeit sollte für dich vielmehr für das sorgsame Abwägen von Prioritäten stehen.

Quelle Beitrags- und Artikelbild: eigene


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